The company
Amalia Hernández und das Ballet Folklórico de México
Wie aus der 1952 gegründeten Compagnie einer Choreografin Mexikos meistgereister Kulturexport wurde.
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| Detail | What it is |
|---|---|
| Founded | 1952, Mexico City |
| Founder | Amalia Hernández, mexikanische Choreografin |
| Growth | Von acht Tänzern auf rund fünfzig gegen Ende der 1950er-Jahre |
| Home stage | Der Palacio de Bellas Artes |
| International | Vertrat Mexiko bei den Panamerikanischen Spielen 1959; tourte durch die Vereinigten Staaten und über 80 Länder |
| Repertoire | Inszenierte Interpretationen regionaler und mesoamerikanischer Tanztraditionen |
One choreographer's idea, 1952
Amalia Hernández gründete 1952 das Ballet Folklórico de México. Als ausgebildete Tänzerin und Choreografin wollte sie mehr, als Dorftänze bloß nachzustellen: Sie erforschte Mexikos regionale Traditionen und formte sie für die Bühne neu — mit Kostümen, Live-Musik und großbesetzter Choreografie entstanden theatrale Produktionen, die ein Haus wie das Bellas Artes füllen konnten.
Von acht Tänzern zum nationalen Ensemble
Das Ensemble begann klein — rund acht Mitwirkende — und wuchs schnell auf etwa fünfzig Tänzerinnen und Tänzer bis Ende der 1950er-Jahre. Diese Größe prägt bis heute, was auf der Bühne zu erleben ist: Einzelne Nummern können mit wenigen Tänzern oder mit mehr als fünfunddreißig besetzt sein, sodass das Programm an einem einzigen Abend zwischen intimen regionalen Stücken und großer Bühnenshow wechselt.
Mexico's cultural ambassador
1959 vertrat das Ensemble Mexiko offiziell bei den Panamerikanischen Spielen in Chicago und tourte anschließend durch die Vereinigten Staaten und mehr als achtzig Länder. Jahrzehnte internationaler Tourneen sind der Grund für die Lücken im Spielplan des Bellas Artes — wenn das Ensemble im Ausland ist, pausieren die Vorstellungen zu Hause — und auch der Grund für seinen Ruf, wenn es gastiert.
Was „folklórico" hier bedeutet
Folklórico ist in diesem Zusammenhang kein roher Volkstanz, sondern eine inszenierte, choreografierte Kunstform: Hernández' Interpretationen von Traditionen aus ganz Mexiko — der Jarabe aus Jalisco, die Sones aus Veracruz, Tänze mit Wurzeln in mesoamerikanischen Ritualen — präsentiert als kuratierte theatrale Rundschau. Dieses Verständnis ist der Unterschied zwischen dem Betrachten einer Reihe von Tänzen und dem Lesen eines abendfüllenden Porträts eines Landes.